Bernd Gerber ist leidenschaftlicher Läufer und seit über vier Jahren VIVOBAREFOOT Instructor, seit 2015 auch zertifizierter VIVOBAREFOOT Coach. Seit März diesen Jahres unterstützt Bernd auch den VIVOBAREFOOT Concept Store in Reutlingen mit Coaching, Beratung und Laufanalysen. Bernd ist außerdem sozial engagiert. Er läuft als Barfußclown, um wohltätige Projekte für Kinder zu unterstützen. Wir wollten wissen, wie Bernd zum Laufen kam, was ihn daran begeistert und wieso er so überzeugt von VIVOBAREFOOT ist:

VIVOBAREFOOT Laufcoach Bernd Gerber„Ich kam 2006 zum Laufen, als ich bei KIESER trainierte und mein Trainer mir empfohlen hatte, neben dem Kräftigungstraining auch Ausdauertraining zu machen, um effektiv Fett zu verbrennen. Ich probierte es mit dem Laufen nach Dr. Strunz. Ich stellte mir morgens früh den Wecker, hatte die Laufschuhe schon bereit, trank noch ein Glas Wasser und lief ohne Widerstände los. So machte ich es anfangs und es war super anstrengend. Gehen und Laufen im Wechsel, der Puls am Anschlag…
Dass Laufen Spaß machte, konnte ich damals nicht wirklich behaupten, doch als ich einen Trainingspartner fand und wir uns gemeinsame Ziele steckten, entwickelte ich so langsam eine Leidenschaft fürs Laufen. Zuerst war es der 10-Kilometer-Lauf, im Folgejahr waren es gleich drei Halbmarathons und im Jahr darauf die ersten Marathons.

Die Motivation kam aus dem Gefühl des Wohlbefindens, der Veränderung meines Körpers und meiner Psyche und meines Wirkens, zugleich aber auch aus dem Wunsch, die gesteckten Ziele zu erreichen.

Alles klappte fast nach Plan, die ersten Volksläufe mit 10 Km Länge, dann ein Lauf mit 15 Km und die Halbmarathons – alle drei mit Anstrengung und Freude, dass es geschafft ist. Die erste Enttäuschung kam nach dem ersten Marathon, als wir auf 03.30 Std. trainiert hatten und ich 03.39 Std. erreicht. Ja, aus heutiger Sicht lächerlich, doch damals hat es mir viel bedeutet. Der zweite Marathon führte mich nach dem ersten in Würzburg nach New York, dort konnte ich 2008 meine Bestzeit von 03:17:05 Std. erreichen. Ich hatte allen gesagt, dass ich dieses Mal die 03:30 Std laufe, aber ich hatte auf 03:00 Std trainiert. So kam mit Spaß, viele Hände abklatschen und Fotos beim Laufen machen meine Bestzeit heraus. Damals bin ich bereits in Minimalschuhen, aber noch nicht in Barfußschuhen gelaufen.
Im Folgejahr kam der erste Ultramarathon mit 50 Km und 1.100 Höhenmetern. Danach wollte ich mit dem Marathonlaufen aufhören, denn das Spiel, immer besser zu werden und dennoch weit hinter dem ersten Viertel zu sein, war für mich nicht ganz sinnig.

Doch dann lernte ich den Laufclub 21 aus Fürth kennen. Dort wird mit Menschen, die das Downsyndrom haben, trainiert und auch auf Wettkämpfen gelaufen.
Im April 2010 war in Freiburg schließlich der erste Lauf in dieser Sache und gleichzeitig lernte ich dabei VIVOBAREFOOT auf der Marathonmesse kennen. Ich lief den Halbmarathon mit Christian, der das Downsyndrom hat und damals 23 Jahre alt war, und mit seiner Schwester und Mutter. Dies sollte als Training für sein Ziel dienen, als erster deutscher mit Downsyndrom einen ganzen Marathon zu laufen. Dieser Traum wurde für ihn im Oktober mit mir als seinem Begleit-Laufcoach war: in München finishte er in knapp über 06:30 Std und war super zufrieden – wir alle, die ihn begleitet haben, auch.

Doch beim Marathon in Freiburg geschah damals noch mehr, das mich und meine Laufbahn beeinflusste: Ich lernte den laufenden Pumuckl Dietmar Mücke kennen, der mit seinem Team Spenden sammelte und als Pumuckl  – natürlich barfuß – lief. Das beeindruckte mich und später entdeckte ich die Barfußschuhe von VIVOBAREFOOT auf dem Messestand.
Ich nahm mir ein Paar Trailschuhe mit und übte fortan immer wieder Teilstrecken barfuß und natürlich auch mit meinen neuen VIVOBAREFOOT-Schuhen. Relativ schnell erfasste mich die Begeisterung, mit den Schuhen viel mehr zu spüren und meinen Laufstil immer mehr zu verfeinern – wundervolles Gefühl.

2012 kam dann nach einigen nun auf barfuß umgesetzten Läufen die Ausbildung zum VIVOBAREFOOT Instructor und in 2015 die Ausbildung zum Barefoot-Coach. Seither bin ich stets aktiv mit Workshops, Coachings und Vorträgen, In Reutlingen arbeite ich eng mit Sabine Bürkle und dem Concept Store Reutlingen zusammen, nebenbei bauen Sabine und ich gemeinsam die Barfußinitiative Reutlingen auf.

Die soziale Begeisterung kam damals schon in New York, da hatten wir im Trainingsteam ausgemacht, dass wir pro trainierten und in New York gelaufenen Km eine Spende an ein soziales Afrika-Projekt geben. Das tat ich von Herzen gerne und fand sogar zwei weitere Sponsoren, die es aufstockten. Es war ein noch größeres Erfolgsgefühl, als ich die Überweisung tätigen konnte und wusste, mein Laufen brachte mir nicht nur meinen eigenen Erfolg, sondern ich konnte damit noch etwas Gutes für Menschen in Not tun.

Beim ersten Ultramarathon im Folgejahr hatte ich über den Weltladen in Reutlingen initiiert und beim Laufveranstalter öffentlich aufrufen dürfen, für Kaffeebauern in Peru zu spenden, was ebenfalls ein ganz tolles Gefühl für mich war.

VIVOBAREFOOT Laufcoach Bernd GerberViele Läufe bin ich dann mit den Marathonis gelaufen – so nennen wir die Läuferinnen und Läufer mit Downsyndrom – dabei lief ich hin und wieder als Spenden sammelnder Clown.

Mittlerweile bin ich beim MMD-Spendenlauf in Weil im Schönbuch das Maskottchen und laufe dort alle Läufe als Clown mit – 5 Km, 7,5 Km, die Kinderläufe und die Walker mit 2,5 Km. Dabei gibt es immer sehr schöne Begegnungen von Herz zu Herz, und wir freuen uns immer auf das nächste Jahr. Dieser Lauf unterstützt regionale Projekte im Wechsel.

Mittlerweile, nach nun über 50 Marathons und Ultra-Marathons, ziehe ich folgendes Fazit: Es sollte sich immer lohnen, zu laufen. Damit meine ich, es sollte einem guten Zweck dienen. Zum einen kann man etwas für andere bewirken, zum anderen kann man dabei zeigen, wie gesund das Barfusslaufen ist.

Dieses Jahr konnte ich in der VIVOBAREFOOT Sandale Eclipse als Tester den 24 Std Lauf in Dettenhausen mit 104,2 Km beenden – und das mit wenig Belastung für meinen Körper! Ich achtete den ganzen Lauf über sehr sorgsam auf meinen Laufstil und somit auf meinen ganzen Körper. Das ist mir mit den Sandalen durch den direkten Kontakt zum Untergrund sehr gut gelungen, so konnte ich mich schon nach ein paar Tagen regenerieren. Es war unglaublich, dass die Auswirkungen der langen Strecke am Folgetag fast unbemerkt blieben, während ich zuvor oft Tage oder sogar wochenlang mit den Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenken zu schaffen hatte. Das diese Beschwerden der Vergangenheit angehören ist für mich mitunter das Schönste. Ich laufe, weil es mir Spaß macht und weil es mir gut tut.

Mein Tipp für alle Barfußläufer und die, die es mal werden wollen: Arbeitet an eurem Laufstil und lasst euch von einem Laufcoach oder Experten beraten und nicht zu vergessen: findet die richtigen Schuhe für euch!”

Mehr zu Bernd Gerber gibt es auf seiner Seite: berndgerber.de