Bernd Gerber ist leidenschaftlicher Barfußläufer, VIVOBAREFOOT Coach, Mentaltrainer und Gesundheitscoach. Im VIVOBAREFOOT Concept Store Reutlingen steht er zudem für Laufkurse und Vorträge rund um das Thema Barfußlaufen zur Verfügung. (Wir berichteten: Bernd im Interview)

In unserem heutigen Gastbeitrag berichtet Bernd über seine abenteuerliche Wanderung – barfuß auf die Zugspitze:

Bernd Gerber

Quelle: barfuss-bernd.de

„Fragt ihr euch, warum ich das mache? Für mich ist es ganz einfach:
Barfußlaufen ist die natürlichste Bewegungsform, die der Körper kennt und da ich fast immer im Alltag barfuß gehe oder laufe, war ich sofort Feuer und Flamme für das Projekt „Barfuß auf die Zugspitze“.

So ganz ohne Vorbereitung wollte ich es aber dann doch nicht wagen. Eine Vorbereitungswanderung auf den Säuling im Juli war ein Test für meine Füße, denn ich musste wissen, ob das überhaupt möglich ist. Dort war der Aufstieg gut machbar, also konnte die weitere Vorbereitung für die Zugspitze beginnen. Eine wichtige Erkenntnis bei der Testwanderung war, auf jeden Fall mit Wanderstöcken zu gehen. Doch bevor es dann im August losgehen konnte, war noch eine Menge zu tun. Auf dem Programm standen das Organisieren des Materials, darunter ein neuer Rucksack, Steigeisen für barfüßige Füße, Wanderstöcke, Klettersteigset und so weiter. Mein Sohn Tim wird die Wanderung mit mir gemeinsam machen.

Endlich konnte es dann losgehen, der Tag war gekommen. Ich mache mich an das finale Richten der Dinge, immer wieder die Unsicherheit, was brauche ich noch, habe ich alles im Kopf, welche Kleider packe ich ein, wie wird das Wetter? Also packe ich das Wichtigste ein: Helme, Rucksäcke, Schlafsack und Hüttenschlafsack, Steigeisen, Klettersteigsets, Wanderstöcke, Handschuhe, als Sicherheit Barfuß-Wandersandalen und Barfuß-Trekkingschuhe, Regenkleidung, Geld, und ganz klar meine Kamera.

Merkbar und fühlbar ist meine Aufregung den ganzen Morgen lang, ich teste mal die Steigeisen in Verbindung mit meinen Barfuß-Neoprensocken, sieht ganz gut aus, so langsam sehe ich Land, einiges im Rucksack und das Gefühl es wird schon werden. Wir nehmen die Anfahrt Richtung Allgäu und außer einer zu umfahrenden Vollsperrung auf der Schwäbischen Alb ist alles perfekt.
Um 19:00 Uhr entscheiden wir uns in Reutte für eine Rast und dann weiter zum Wanderparkplatz in Hammersbach. Dort treffen wir gegen 19:45 Uhr ein. Wir machen dort erste Aufnahmen mit der Kamera, mein Sohn Tim testet das Stativ, es scheint alles zu passen. Somit starten wir dann endlich zum Aufstieg um 20:15 Uhr.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeDa es bald Nacht wird, ziehe ich für diesen Aufstieg meine Barfuß-Sandalen an, damit kann ich zügiger gehen kann, als absolut barfuß, dennoch habe ich das Barfußgefühl. Wir tragen auch beide Stirnlampen am Kopf.
Ui, gleich die ersten Meter geht es rasch bergauf, kaum 30 Minuten gewandert bin ich schon schweißgebadet, der Rucksack (mit beiden Steigeisen und anderem Material – dafür trägt Tim meinen Schlafsack und das Stativ) und mein Körpergewicht bringen mich zum Schwitzen. Wir kommen flott voran, machen bei der Dämmerung nochmals eine Aufnahme und sind gegen 21:15 Uhr am Eingang der Höllentalklamm. Bis jetzt hielt das Wetter und pünktlich hier fängt es an zu regnen, also Regenjacke an, den Rucksack, den Schlafsack und vor allem die Kamera mit einem Kunsttoffsack einpacken und weiter.
In der Klamm machen wir nochmals Halt für eine weitere Filmaufnahme und dann geht es zügig weiter zur Höllentalangerhütte, bei der wir gegen 22:15 Uhr ankommen.

Nun geht es direkt zum Checkin, wo wir noch die Möglichkeit eines Vespers bekommen. Als Vegetarier lehnen wir die Gulaschsuppe ab, dafür bekommen wir jeder eine Käseplatte. Solange diese gerichtet wird, bringen wir die feuchten Sachen in den Trockenraum, uff, leicht müffelig hier. Ich hänge meine Sandalen zu den Wanderstiefeln und auf meine Haken passen auch noch Tim´s Barfuß-Stiefel, sehr platzsparend und sieht lustig aus zwischen den ganzen „normalen“ Wanderstiefeln.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeNun vespern wir gemütlich mit dem schönen Gefühl, den ersten Teil sehr gut gemeistert zu haben. Es war eine schöne und interessante Wanderung bei Nacht, durch die teilweise beleuchtete Klamm. Als wir dann die Bäuche ausreichend gefüllt haben, machen wir uns zum Schlafen auf ins Zimmer 10. Dort sind schon zwei weitere Teilnehmer unserer morgigen Wandergruppe aus Düsseldorf und Südtirol. Wir haben den Genuss, zu viert im Achtbettzimmer zu schlafen. Morgen werden wir zu sechst starten, Christian und ich ganz barfuß, Tim mit den Barfuß-Trekkingstiefeln, Loan, Bendicta und Andreas werden in Wanderstiefeln und zwischendurch barfuß unterwegs sein.

Der Plan sieht folgendermaßen aus: Aufstehen um 5:15 Uhr, 5:30 Uhr Frühstück und gegen 06:00 Uhr loswandern.

Die Schlafqualität ist mäßig, es ist schwülwarm im Zimmer und die Aufregung vor morgen tut ihr übriges dazu. Draußen schlafen im Schlafsack wäre meine Lieblingsform, doch so spät noch einen geeigneten Platz im Dunkeln zu suchen, habe ich auch keine Lust, also schlafe ich halt so gut es geht bis plötzlich das passiert: Licht an und Appel zum Aufstehen, der Weckdienst steht im Zimmer, Tim fragt Benedicta: „Ist es sein Ernst“?
‘Ja’ kommt als Antwort, doch von unten murmelt Andreas es ist erst 03:15 Uhr, ich bestätige diese Sachlage, auch Tim, also entscheiden wir uns für Licht aus. Kurze Zeit später kommt unser Weckdienst wieder vom Zähneputzen und wundert sich, warum wir uns nicht regen. Als wir ihm einstimmig erklären, dass er zwei Stunden zu früh dran ist, prüft er seine Uhr, diese steht wirklich auf 05:15 Uhr, wieso auch immer. Wir haben also nochmals knapp zwei Stunden um zu ruhen, es schlafen zu nennen, wäre eine glatte Übertreibung.
Dann ab wirklich 05:15 Uhr erfolgt der geplante Fortgang, als ich in den Flur komme, merke ich um 05:20 Uhr, dass wir nicht wirklich alleine auf der Hütte sind und sicher auch nicht alleine auf dem Weg zur Zugspitze.
Nach der „Katzenwäsche“, Toilette und Hüttenfrühstück machen wir uns dann an den Aufbruch.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeUm 06:15 Uhr geht es draußen zum Gruppenbild vor der Hütte plus eines auf der für die Barfüße nicht besonders angenehmen Gitterrostbrücke über dem Bach.

Tim macht hier auch die ersten Filmaufnahmen und wir wandern gegen 06:30 Uhr in den Sonnenaufgang los. Ich komme heute sehr schwer in meinen Rhythmus, irgendwie spüre ich den Druck durch die Steine sehr stark an meinen Füßen und zweifle, ob ich das heute den ganzen Tag barfuß schaffe, doch nach einiger Zeit komme ich in meinen Flow-Zustand. Schritt für Schritt ganz langsam und achtsam geht es voran.

Immer wieder filmt Tim fast unbemerkt für uns, mal von vorne, mal von hinten und schreitet an uns vorbei, hält wieder an, hin und wieder eine Regieanweisung.
Auch Loan, der die Drohne steuert, geht das erste Mal in Aktion, ein interessantes Gefühl wenn die Drohne so neben einem fliegt und filmt.
Das Wetter ist angenehm kühl, dennoch schwitze ich schon wieder wie verrückt, so dass Christian meint „ Habe ich den Regen verpasst?“ hahaha, doch lieber schwitzend und gehänselt, als frierend unterwegs zu sein.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeDas erste Stück bis zur „Leiter“ ist ganz angenehm, zwar ein steiniger Weg, doch auch mit viel Grün und immer wieder mal kann man seine Füße im Gras entspannen.
Die Leiter ist eine Passage, die mit Eisenstufen am Fels fast senkrecht nach oben geht. Hier ist man mit dem Klettersteigset am Stahlseil gesichert.
Tim fordert uns auf, für die Filmaufnahme zur Hälfte hoch zu gehen, damit er von unten filmen kann.
Dann sollen wir wieder herunter steigen, damit er hoch kann, um uns dann von oben zu filmen, wie wir hochsteigen.
Zwar drücken die Eisenstufen auch ein wenig in die Füße, doch es geht ganz gut. Nun geht es weiter im Fels bis zum „Brett“. Dieses ist eine Passage, an der Stahlstangen aus der fast senkrechten Wand ragen, über die man auch gesichert am Stahlseil mit dem Klettersteigset gehen kann. Auch hier wieder das Spiel Film von vorne und von hinten, also wieder ein Stück zurück und nochmals.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeAuch diese Stelle geht ganz prima und das schönste Stück der ganzen Wanderung, der „grüne Buckel“, wartet auf uns, diese Passage ist sehr angenehm, viele Blumen, viel Grün, viele Schmetterlinge – einer landet sogar bei Loan auf dem Helm – zudem Wasser in einem Fluß der ins Tal rauscht.
Einmal gehe ich auch ins Wasser, um meine mitterweile gut durchbluteten Füße, die auch warmgelaufen sind, zu kühlen. Sehr angenehm, wenn auch die Wasserzeit nicht zu lange sein sollte, denn wenn die Füße aufweichen, wird die Haut empfindlicher und die Verletzungsgefahr steigt.

Hier machen wir dann oben auch eine erste Vesperpause und genießen den ersten Teil, den wir gemeistert haben. Christian bereitet uns auf die kommende Passage bis zum Gletscher, dem „Höllentalferner“, vor. Diese ist ein Geröllfeld mit vielen spitzen Steinen, welche uns beiden Barfußwanderer stark fordern wird.
Nach Bildaufnahmen und Drohnenflug machen wir uns gestärkt auf den Weg zum Gletscher.
Schnell merke ich den Ernst dieser Passage und unterstütze jeden Schritt stark mit meinen Wanderstöcken, um den Druck auf die Fußsohlen zu entlasten.
Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeIch lasse die gesamte Gruppe vor mir und gehe in meinem langsamen Rhythmus hinterher, dennoch fordert mich die Strecke sehr stark, auch mental. Immer wieder muss ich mich achtsam auf die Situation einstellen und selbst motivieren.
In einem schwachen Moment schaffe ich es den linken Wanderstock ungeschickt als Streifschuß zwischen meine dritte und vierte Zehe des linken Fußes zu rammen, und sofort bin ich wieder angesichts der leichten, dennoch spürbaren Verletzung aufmerksam und wach.

Endlich naht dann der Gletscher, kurz davor machen wir nochmals Rast, es ist jetzt 12:30 Uhr und die Kräfte sind schon spürbar am Schwinden. Es ist gut, nochmals was zu essen und zu trinken und Christian stimmt uns auf die Gletscherpassage ein, sagt nochmals was zum Gehen mit den Steigeisen und was zu tun ist, falls wir doch rutschen.

Wir ziehen nach der Pause also alle unsere Steigeisen an, Christian seine extra mit Polsterung modifizierten Eisen, direkt an die Barfüße. Ich entscheide mich für meine Neoprensocken, an die ich die Steigeisen mit den vorhandenden Riemen und zusätzlich einem Fahrradspanngurt zurre. Tim bastelt seine Steigeisen so gut es ihm möglich ist an die Barfuß-Stiefel.

Bernd Gerber - Barfuß zur Zugspitze

Das zweite mal feiere ich heute Premiere. Zuerst war die Klettersteigsache eine Premiere und ich wanderte noch nie auf einem Gletscher und schon gar nicht mit Steigeisen. Der ursprüngliche Plan, alle in einer Reihe zu laufen, platzt.
Christian geht sehr zügig, damit die Füße nicht zu kalt werden, Tim ist zusätzlich mit dem Filmen beschäftigt und die anderen inklusive mir haben mit der Situation auf dem Gletscher zu tun.

Heil kommen wir dann nacheinander oben an und freuen uns, dass es keine Randkluft gibt, wenn diese da wäre, würde der Übergang von Eis und Schnee an den Fels eine weitere Herausforderung zum Überwinden darstellen. Wir jedoch können direkt am Einstiegsplatz in den Klettersteig am Fels stehen.

Also hier wieder Steigeisen aus und in den Rucksack und baldigst an den Fels, denn selbst mit den Neoprensocken wird es etwas kühl an den Füßen. Ich habe wieder beide Steigeisen im Rucksack, dazu meinen Schlafsack und das Stativ, auch während der Passagen, bei denen Tim es nicht benötigt, denn es ist geschickter, es von meinem Rucksack zu nehmen, als es zu tragen oder an seinem Rucksack zu befestigen.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeNun geht es steilauf am Seil und dann immer wieder seitlich und hoch, immer wieder mit Metallstangen und Metalltritten gemischt und stetig steil nach oben. Anfangs lasse ich meine Socken an, bis meine Füße recht schnell viel zu warm werden und ich wieder völlig barfuß weiterlaufe.

Eigentlich viel angenehmer denn ich spüre alles und kann meine Füße sehr achtsam einsetzen, doch ich spüre die Belastung der Fußsohlen und es schmerzt zwischendurch auch mal der eine oder andere Stein, der in die Sohle drückt.
Aber ich fühle mich wohl, denn dieses Zusammenspiel der Nervenenden im Fuß und dem Gehirn der sogenannten „Propriozeption“ ermöglicht es mir, mich sehr achtsam zu bewegen. Das Gehirn reagiert sehr schnell auf die Reize vom Fuß und die körperliche Reaktion wird zugelassen. Vorsichtiges Auftreten, achtsames Setzen der Füße und harmonische Bewegungen.

Doch bei jedem Meter spüre ich nun auch die nachlassenden Kräfte. Die letzte Passage Klettersteig hat es schon in sich. Sie ist sehr lang und steil und als wir so gegen 16:00 Uhr immer noch im Klettersteig sind und ein wirkliches Ende nicht in Sicht ist, werde ich etwas nervös, immer wieder fordert mich Tim auf, nicht so zu meckern und immer wieder auch zu lächeln, doch dazu ist mir mittlerweile gar nicht mehr so zu Mute. Wir hatten grob angedacht, um 14:00 oder 15:00 Uhr oben zu sein und nun ist es schon nach 16 Uhr, zudem hat ein guter Freund mich übers Handy informiert, dass es ab 16 Uhr ein Gewitterrisiko gibt, alles keine Entspannungsparameter. Doch ich mache weiter, Schritt für Schritt voran und nach oben. Es ist oben seit einiger Zeit auch leicht neblig, das heißt leider auch keine Aussicht nach unten.

Egal, ich schaffe es, mich immer weiter zu motivieren (was bleibt mir auch anderes übrig) und mit der ein oder anderen Verschnaufpause die Kräfte zu mobilisieren. Hier ziehe ich auch nochmals die Neoprensocken an, da sie den Druck auf die Fußsohlen nochmals entlasten.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeNun kommt auch etwas Wind auf, dieses lässt mich hoffen, dass wir bald nach oben kommen und wahrlich – wir sehen das erste Mal beim Hochschauen das Gipfelkreuz und den darüber stehenden Baukranausleger.

Es ist zwar noch ein gutes Stück, doch nun ist das Ziel in Sicht, welches meine Motivation und Kraft nochmals aufleben lässt, wir schaffen es :-)!

Nun ist es kurz nach 17 Uhr und wir kommen um die Ecke  – und da ist er, der Gipfel! Ich fange an, schon innerlich in Hochfreude zu gehen, jetzt heißt es noch etwas Geduld, denn es gibt oben auch einige Touristen, die auch auf den Gipfel gehen, jedoch zuvor mit der Gondel kamen und teilweise etwas Höhenangst haben. Diese lasse ich passieren und dann geht es die letzten Meter bis zum Gipfel, ich bin der letzte aus unserer Gruppe, der ankommt und wir klatschen ab, es ist geschafft!

Nach einem Gruppenbild gehe ich alleine hinter das Gipfelkreuz, setze mich und werde mir bewusst, was ich heute geschafft habe. Unverletzt und in doch noch körperlich ordentlichem Zustand sitze ich nun da und eine Träne der Freude kullert mir aus dem Auge. Dankbar genieße ich diesen Moment.

Auf dem Weg zurück zu den anderen und Richtung Münchner Haus treffe ich einige andere Wanderer, die wir schon auf dem Hinweg getroffen hatten und die uns Respekt zusprachen. Sie freuen nun auch mit uns und sprachen uns nochmals den Respekt für diese tolle Leistung aus. Hier darf ich auch dankbar anmerken, dass wir den ganzen Tag Gespräche mit anderen Wanderern hatten, die uns zugesprochen haben und es gut fanden, was wir machen. Das freute mich insbesondere, denn als Barfuß-Aktivist ist man oft auch dem ein oder anderen blöden Kommentar ausgesetzt – heute nicht, vielen Dank!

Auf dem Weg zum Münchner Haus unten nochmals Felsbrocken und auf der anderen Seite wieder ein Baugerüst hoch, wird mir bewusst, dass ich heute vom in den letzten Wochen etwas turbulenten Alltag abschalten konnte und nun voller Glück über diese erfolgreiche Aktion bin.

Jetzt stehen wir vor dem Münchner Haus und Christian bittet uns, ein Gruppenfoto mit den von ihm mitgebrachten Bannern zu machen, die wir in die Kamera halten dürfen, darauf steht: „Barfuß für mehr Frieden in unserer Welt“. Eine schöne Botschaft, welche ich sehr gerne mit verkörpere.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeWir genießen die Abfahrt und schauen immer wieder mal hoch zum Gipfel und erfreuen uns am Anblick des Eibsees und allem Sonstigen, was uns begegnet. Gegen 20:15 Uhr kommen wir unten an und haben noch ca. 500m Fußweg zum Auto. Zwar geht das nicht mehr ganz flott, doch in genüßlichem Tempo meistern wir das letzte Wanderstück.

Bernd Gerber - Barfuß zur ZugspitzeNun wollen wir mal in den Ort fahren und sehen, wo wir etwas leckeres zum Abendessen finden. Die Fahrt in den nächsten Ort führt uns nach Garmisch und dort finden wir Platz in einem italienischen Restaurant im Freien. Hier dürfen wir unsere Energiespeicher mit leckerer Pizza und Pasta sowie einem Salat vorab wieder auffüllen. Zum Abschluss noch ein Spezial-Espresso und schon fühlen wir uns gestärkt für die Heimfahrt. Da nun die Regenwolke anfängt, sich zu entladen, lassen wir das Cabrio zu und genießen die stille Heimfahrt mit geschlossenem Dach. Mit einer Pause zum Tanken und nochmals einem Kaffee sowie Toilette kommen wir 01:30 Uhr zu Hause an und freuen uns jetzt auf das eigene Bett und das Aufstehen wann wir wollen.

Morgens wache ich auf mit der Befürchtung, es könnte Einiges am Körper schmerzen, auf, doch weit gefehlt! Ich spüre fast nichts, ja die Füße kribbeln noch ein wenig, sind jedoch sofort wieder voll belastbar, an der Schulter spüre ich ein wenig die Druckstellen des Rucksackriemens, und die Beine sind etwas müde. Also alles in allem ein prima Zustand nach dem, was wir von Freitag bis Samstag geleistet haben. Abends gehe ich schon wieder mit den Kletterfreunden locker drei Routen im Kletterzentrum in Reutlingen klettern, dort werde ich schon als Mr. Barfuß auf der Zugspitze begrüßt und habe angeregte und nette Gespräche.

Also ist mein Fazit, wer so trainierte ‘Barfüße’ wie ich hat, schafft ein solches Projekt ohne Probleme, wer nicht ganz so gut trainiert ist oder nicht so extrem sein möchte wie ich, macht „nur“ eine Teilstrecke barfuß oder entscheidet sich wie Tim für Barfußschuhe oder Barfußstiefel.

Vielen Dank für das interessierte Lesen und Miterleben in diesem Erlebnisbericht! Wer mehr erfahren möchte, darf sich gerne auf meiner Seite informieren: www.barfuss-bernd.de

Viele liebe Grüße,
Euer Barfuss-Bernd