Der Breatho Trail ist mittlerweile seit mehr als drei Monaten (Februar 2012) im Handel erhältlich. Zeit genug also dass der Schuh sein eigenes Review erhält.

Der Breatho Trail reiht sich in eine immer länger werdende Palette von Barfuß-Laufschuhen ein. Wie auch schon bei anderen VIVOBAREFOOT Modellen ist der Zehenbereich beim Breatho Trail weit geschnitten und bietet reichlich Platz zum natürlichen Ausbreiten des Fußes. Zudem besitzt auch der Breatho Trail eine leicht zu entfernende Einlegesohle, die es erlaubt, den Abstand zwischen Boden und Fuß auf bis zu 7 mm zu verringern (2.5 mm Sohle + 4.5 mm Lugs (Stollen an der Unterseite der Außensohle)).
Das Gefühl für den Boden kann somit noch intensiver gespürt werden – auch wenn die Lugs in diesem Zusammenhang sehr hoch erscheinen mögen. Zwar konnte ich den Breatho Trail nicht in wirklichen Offroad-Situationen testen, jedoch haben mir die Lugs zumindest auf nassen, matschigen und unebenen Flächen ein Maximum an Grip gegeben. Verglichen mit dem Neo Trail, der die gleiche 2.5 mm dünne, durchstichsichere Performance-Laufsohle mit den 4.5 mm hohen Lugs besitzt, konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Der Name ist beim Breatho Trail Programm, da dass äußerst atmungsaktive Außenmaterial für eine sehr hohe Luftzirkulation sorgt. Vielleicht sogar die höchste unter den bisherigen VIVOBAREFOOT Running-Modellen – abgesehen vom Ultra natürlich. Für Läufer in wärmeren Regionen oder für einen Run im Hochsommer also optimal geeignet.
Das Obermaterial des Breatho Trails besticht durch eine wesentlich höhere Biegsamkeit als das etwas steifer wirkende und wasserabweisende Obermaterial des VIVOBAREFOOT Neo Trails.
Da ich keine Lust hatte, in die Dreisam (Zufluss der Elz) zu steigen, um wie bei den anderen VIVOBAREFOOT Modellen die Trocknungsfähigkeit des Breatho Trail zu testen, musste der Schuh wohl oder übel ohne Fuß ein Wasserbad nehmen. Das Ergebnis: durch das atmungsaktive Obermaterial und den nicht vorhandenen etwaigen Innensohlen, trocknete der Schuh innerhalb weniger Minuten. (ca. 20°C Lufttemperatur, ohne Bewegung des Schuhs.)

Die Schnürung des Breatho Trails erfolgt wie beim EVO mittels Stoffschlaufen und soll für einen individuellen Halt sorgen. Die Lasche des Breatho Trails erinnert dabei mehr an die VIVOBAREFOOT Casual-Modelle. Sie ist fest eingenäht, liegt sehr bequem am Fuß an und ermöglicht ein schnelles Anziehen des Schuhs. Modelle wie z.B. der Neo haben eine wesentlich kürzere Lasche, die auch gerne mal beim Anziehen verrutscht.

Fit:
Da ich als erste Maßnahme überhaupt immer die Innensohlen meiner neuen VIVOBAREFOOT Running-Modelle entferne, trage ich sie grundsätzlich immer eine  Nummer kleiner, da ich sonst das Gefühl bekomme, die Schuhe wären doch zu groß. Durch das im Gegensatz zum Neo Trail veränderte Obermaterial wird diese Wirkung sogar noch verstärkt. So zumindest mein Eindruck.
Mein Rat also: Will man die Schuhe immer mit Einlegesohle tragen, so ist es ratsam die Breatho Trails in der normalen Schuhgröße zu bestellen. Will man jedoch ohne Einlegesohlen laufen, sollte man sich die Schuhe eine Nummer kleiner zulegen.

Fazit:
Der VIVOBAREFOOT Breatho Trail kann als atmungsaktivere Version des Neo Trails verstanden werden. Es bietet sowohl den gewohnten VIVOBAREFOOT Schutz, als auch die ausgezeichnete Bodenhaftung der Offroad-Runningmodelle. Erhältlich in dezenter schwarzer Ausführung oder auch in knalligen Farbkombinationen, für diejenigen die es auffälliger mögen.