“In einer Wanderschule in den Karawanken wird die richtige Bewegung an der frischen Bergluft unterrichtet” so  lautet die Einleitung eines lesenswerten  Reiseberichtes in der Zeitung  “die Zeit”. Als VIVOBAREFOOT-Mitarbeiterin ist mein Interesse schnell geweckt. Eine Wanderschule? Man kann es ja auch übertreiben……..ist mein erster Gedanke.  Barfußlauf-Technikkurse dagegen  machen für mich Sinn. Schließlich habe ich damit Erfahrung machen dürfen  und dadurch die Lust am Laufen wieder gewonnen.  Den Text über die Wanderschule überfliege ich noch ein Stückchen weiter und stoße schließlich auf folgende Kommentar  bezüglich konventioneller Wanderstiefel: “Knöchelhohe Schuhe? “Das sind doch Krücken”, spottet er. …. Die stabilisieren den Knöchel nicht, verkündet Karl, protzen aber mit “griffiger Profilsohle” – in der sich leicht Dreck festsetzt. “Nur der nackte Fuß stellt sich immer exakt auf den Untergrund ein.” Interessant…… ist Karl Moser, der Wanderlehrer also  auch ein  Anhänger der Barfuß-Revolution?  Würde er unsere knöchelhohen Barfußwanderschuhe mit Profilsohle , die wir im Vivobarefoot- Sortiment führen genauso verdammen? Sie unterscheiden  sich schließlich von normalen Wanderschuhen, indem sie die Fuß-Muskeln trainieren, weil bewusst auf ein Fußbett verzichtet wird. Die absolute Nullstellung (keinerlei Absatz), eine breite Zehen-Box (gewährleistet das natürliche Abrollen über den großen Zehen)  sowie  die spezielle Profilsohle, die ein besonderes Maß an Propriozeption erlaubt, zeichnen sie außerdem aus. Karl scheint aber sowieso eher der “Barfuß-Hardcore-Fraktion” anzugehören. Er gibt zum Besten , dass er, erst wenn “Gletscher, Glasscherben und stachelige “Kastanienigel” zu bewältigen sind, Schuhe anzieht. Daneben nehme  ich mich als “Weichei” aus.  Zu Hause, im Garten, im Schwimmbad und am Strand gehe ich meistens ganz barfuß. Ansonsten bin ich aber im Alltag meistens doch  in meinen verschiedenen Vivo Barefoot Schuhen zu Gange. Letztes Jahr habe ich ein Barfuß-Wanderexperiment durchgeführt. Das Ergebnis davon lässt mich nachvollziehen, warum Karl Moser ein Verfechter des Barfußwandern ist. Eine mehrtägige Wanderung um denVierwaldstättersee

"Weg der Schweiz"

unterwegs auf dem "Weg der Schweiz"

habe ich ohne Wanderstiefel “barfuß” nur mit meinen leichten EVO-Barfuß-Laufschuhen

mit meinen Evo- Barfußschuhen um den Vierwaldstätter See

mit meinen Evo-Barfußschuhen um den Vierwaldstätter-See

hervorragend bewältigt. Ganz im Ernst, ich fühlte mich mit diesen dünnbesohlten VIVOBAREFOOT Barfuß-Schuhen sogar viel sicherer, weil ich damit  am besten von unten spüren kann, wie der Weg beschaffen ist.  So kann ich schon im Voraus fühlen, wenn sich eine Veränderung in der Weg-Beschaffenheit anbahnt.  Durch die sehr dünne, flexible Sohle kann ich einen Felsen sogar  richtiggehend umklammern. Das gibt mir den nötigen Halt, anstatt Gefahr zu laufen,  auszurutschen. Ein besonderes  Highlight ist die zusätzliche Erlebnis-Dimension, die sich mir mit VIVOBAREFOOT-Schuhen zusätzlich von unten erschließt. Seither wandere ich hier bei uns im Schwarzwald und im gemäßigten Gebirgsregionen ausschließlich mit meinen Evo´s und seit diesem Jahr vorzugsweise in den “One´s”, deren Sohle mit nur 3 mm noch dünner ist. Obwohl Barfußschuhe  im Trend sind, erregen mein Mann und ich damit auf unseren Wanderrouten immer wieder, größeres Aufsehen.  Als besonders  misstrauisch erweisen sich des öfteren “zünftige” Wandersleute, die selbst mit schwerem, knöchel-hohem Schuhwerk ausgestattet sind, als würden sie damit den Himalya bezwingen wollen.  Verächtliche Blicke streifen uns gelegentlich und ich entnehme ihnen den Vorwurf, wie man sich nur so unprofessionell ausgerüstet  in die Natur wagen kann, als trügen wir unter Umständen bald die Verantwortung für potentiell vermeidbare Rettungseinsätze der Bergwacht. In der Schweiz wollte uns ein Wanderführer unseres Hotels gar die Teilnahme an einer harmlosen Wanderung verweigern. Ohne ein Paar klassischer, “knöchelhoher Wanderschuhe” gehe nichts, verkündete er. Es hat uns viel Überzeugungsarbeit gekostet, ihn eines Besseren zu belehren. Wir durften erst mit, nachdem wir zugestimmt hatten, jeweils ein Paar Wanderstiefel, das wir im Hotel ausleihen konnten, für alle Fälle im Rucksack mitzuführen. Und ich gebe es zu, es hat uns dann schon ein bisserl Genugtun bereitet, dass wir diese nicht aus der Versenkung holen mussten. Im Gegenteil, im Vergleich möchte ich behaupten, dass wir uns eher als besonders “bewandertes” Paar beweisen konnten. Manche Weggefährten zeigen sich auch interessiert und sprechen uns auf unsere besonderen Schuhe an. Dann gerate ich zwangsläufig  auf den Missions-Weg: dann kann ich einfach nicht anders, als zu versuchen, mein Gegenüber von den Vorteilen des Barfuß-Gehens und von Barfuß-Schuhen zu überzeugen. Ich höre mich dann  über die Evolution, die präventiven Aspekte des Barfuß-Gehens,  die Bedeutung unserer Füße im Allgemeinen und im Speziellen sprechen. Ich möchte, dass sich jeder darüber klar wird, dass die Füße nicht nur statisch sonder auch gesundheitlich betrachtet unsere Basis sind.  Mein ganzes Wissen über dieses Thema teile ich gerne und möchte am liebsten alle sofort davon überzeugen. Ich möchte verhindern, dass Füße die eigentlich einem Meister-Kunstwerk gleichen, weiter leblos ein eingeschlossenes Dasein in zu engen Kerkern fristen. Ich will mich dafür einsetzen, dass Kinderfüsse von Anfang an gesund erhalten werden (darüber ein anderes mal mehr). Da wird es fast politisch…..  Barfuß-Revolution! Dabei ich bin eigentlich keine Freundin der Indoktrination . Mein Glaubensatz ist eher “leben und leben lassen” (aber darin liegt wohl die Krux: ich will die Füße (hoch) leben lassen……..komme was wolle….)

Wie wandert Ihr? Was sind Eure Erfahrungen? Wohin wandern Eure Gedanken dazu?