Heute haben wir einen spannenden Gastbeitrag von Per-Olof De Marco für euch, den die meisten bereits als unseren VIVOBAREFOOT Coach aus dem Team in Köln kennen. Wilhelm Streb, Geschäftsführer der Flagship Store & Education und Per-Olof De Marco haben am Sonntag, den 09. April, das dritte Barfußgipfeltreffen veranstaltet. Pelle (Per-Olof) erzählt euch heute, welche Barfußexperten bei dem Event dabei waren und was die Teilnehmer Spannendes erleben durften. Hier kommen die Highlights von Barfuß leben 3:

VIVOBAREFOOT Barfuss leben 3

Per-Olof berichtet für uns:

“Zum dritten Mal war es so weit,  Wilhelm Streb und ich luden wieder einige der besten Referenten ein, die die Barfußwelt zu bieten hat.

Begleitet vom Sonnenschein des bisher schönsten Tages des Jahres eröffnete ich den Nachmittag mit einem kurzen Beitrag zum Thema Stress und Stressbewältigung. Was ist Stress überhaupt? Was ist die Regenfasstheorie? Ich leitete dann über zum nächsten Referenten:


Dirk Beckmann, Erfinder von ES-Equilibrium State

Dirk ist überzeugter Ballengänger. Er ließ sich sympathischerweise überhaupt nicht auf die Fersengang-Ballengang-Thematik ein, sondern veranschaulichte in wunderbarer Weise, wie speziell der Ballengang zur Achtsamkeit genutzt werden kann. Dies ging in einen praktischen Teil über, wo man sich der Führung eines Partners blind fügte und sich den schönen Barfußpfad zu Nutze machen konnte. Kern von Dirk Beckmanns Schaffen ist der ökonomische Umgang mit dem eigenen Körper. Weniger Energie verschwenden, adäquate Bewegungsmuster erlernen und speichern. Reine Bewegungsintelligenz, aber auch das Verschmelzen mit dem, was man tut.

Rainer Prang hatte den Auftrag uns in Balance zu bringen. In dem kurzen Auszug seiner Lebensgeschichte, wurde deutlich dass Rainer wirklich ein Experte auf dem Gebiet der Balance ist, hat er doch sein eigenes Leben durch die Kampfkunst in Balance bringen dürfen.

Der MMA-Trainer und Inhaber einer Kampfsportakademie machte mit den Teilnehmern einige Grundübungen zum einbeinigen Stehen und zur Gewichtsverlagerung, die tatsächlich den ein oder anderen schwer ins Schwitzen brachten. In seiner bescheidenen Art wirkte der Sportwissenschaftler dabei äußerst warmherzig und eröffnete dadurch nicht wenigen einen guten Einblick in die Welt der Oktogon Athleten, die in allererster Hinsicht von einer Sache geprägt wird: Respekt voreinander, füreinander und miteinander.

Zeit für eine Pause. Viele Torten standen auf dem Tisch, die allesamt von unserem Mitarbeiter Udo am frühen Morgen gebacken worden waren (gut, der Bienenstich kam von seiner Mutter).

VIVOBAREFOOT Barfuß leben 3Köstlich!

Barfuß-Leben 2-Veteran Pierre Blondiaux rief uns nach draußen in die Sonne.
Was Pierre mit den Teilnehmern machte, ist nur schwer zu beschreiben. Denn es ist stets spontan, ungewöhnlich und immer eins: authentisch!
Er bildet mitunter das Herz der Veranstaltung. Mit seinem belgischen Akzent spricht der ehemalige Orientierungsläufer der belgischen Armee mit dem Herzen, durch das Herz in das Herz der Teilnehmer. Was ist es, das DEIN Herz jetzt braucht? Was benötigst DU JETZT?

So wie Pierre das Herz ansprach, so sprach Gudrun Felbinger die Seele an. Die LOMI LOMI NUI Practitionerin und Kindergartenpädagogin war eigens aus dem Salzburger Land angereist, um am Workshop teilzunehmen. Hier bot sich die Möglichkeit, schon ein paar Tage früher anzureisen und mit mir Bonn und den Drachenfels zu entdecken.

Die ausgebildete Geistheilerin brachte die Teilnehmer sprichwörtlich auf Augenhöhe. Sie eröffnete ein schweigendes Ründchen mit langen, intensiven Augenkontakten. Dies war für viele sichtlich herausfordernd, ergab aber bei dem ein oder anderen, wie sich später herausstellte, spannende “Einsichten”. Bei ihr drehte sich alles ums Spüren und das Durchführen einiger Rituale. Es leuchtete ein, dass man sein Licht und seine Liebe zu erst auf sich selbst richten muss, dann auf sein direktes Umfeld und dann kann man nach und nach größere Kreise ziehen. Dann kommt die Liebe auch zu einem selbst zurück. Tausendfach.

Dies war deutlich spürbar.
Herzstein-Karten und Steine als Geschenk rundeten ihren Beitrag ab. Der durch sie geschaffene Kontakt der Teilnehmer untereinander hallt noch lange nach. In der zweiten längeren Pause spielte Gudruns bekannter Freund Martin auf der Zirch (Steirische Harmonika) und leitete zum letzten Referenten über:

Wiktor Baranowski, Sportwissenschaftler des Funcfit Studios in der Nähe des Flagship Stores in Köln. Er ist ein ausgewiesener Fachmann für die tiefe Hocke, widmete sich diesmal aber mehr den Füßen, deren Mobilität trotz Barfußschuhen oft sehr unterentwickelt ist. Er demonstrierte das Biofeedback auf eindrucksvolle Weise und ermöglichte uns durch “Bewegungsvitamine”, eine bessere Mobilität, die sich auch im Re-Test in der tiefen Hocke offenbarte. Er war noch für viele Fragen Ansprechpartner und wirkt in seinem Wissen um die Mobilität wie ein Brunnen, von dem man schöpfen darf, der aber stets neu gefüllt wird.


Was sich an diesem Tag offenbarte:

Wir alle haben etwas, das uns antreibt. Stolz, Angst, Anerkennung oder Ähnliches. Dies sind Triebfedern uns zu beweisen, zu behaupten und Herausforderungen zu meistern.
Hin und Wieder muss ich aber loslassen lernen… Pause machen, mich in die Ruhe begeben.

Sonst brennt das, was mich zum Leuchten bringt, aus. Loslassen heißt aber nicht Garnichtstun! Das ist Faulheit! Die Angewohnheit, sich permanent auszuruhen, bevor man müde ist.
Ich kann nur loslassen, was ich mir angeeignet habe. Und somit darf ich meine Fähigkeiten stets erweitern und verbessern, mich leidenschaftlich den Dingen zuwenden, um sie dann aber wieder loszulassen und mich dem Fluss hinzugeben.

Sei stets auch (!) im Hier und Jetzt. Aber nicht nur. Schau auch zurück, dreh’ dich um, schau’, welchen Weg Du gegangen bist. Welche Hürden hast Du genommen?
Darauf kannst Du vertrauen und das gibt Dir Sicherheit. Aber der Weg ins Wachsen führt im Hier und Jetzt… nach vorne.”